Trading Money Management

Ein Schlüssel zum Trading Erfolg – Money Management

Risk und Money Management – warum eigentlich?

Verluste und Risiko gehören zum Trading dazu. Wichtig ist, sein Risiko unter Kontrolle zu halten, damit ein paar Verlusttrades keine riesigen Löcher ins Handelskonto reißen oder es gar vollständig vernichten. Es geht also um die Frage: Wie viel Risiko kann ich eingehen, ohne den Totalverlust meines Tradingkapitals zu riskieren?

Stellen Sie sich vor, dass Sie bei einem Trade 10 % Ihres Kapitals verlieren können. Gewinnen könnten Sie dagegen 15 %, die Trefferquote liegt bei 50 %. Eigentlich ein Gewinnsystem, würde man sagen. Wäre da nicht diese Verlustserie! Es ist ohne Weiteres möglich, mit einem solchen System vier bis fünf Verlusttrades hintereinander zu machen und das Konto damit sehr schnell auf beispielsweise zwei Drittel des ursprünglichen Kapitals zu verringern. Um auch nur diese Verluste wieder hereinzuholen, müsste man vom jetzigen Kontostand aus 50 % Gewinn erwirtschaften. Selbst ein Totalverlust ist mit einigen unglücklich aufeinander folgenden Verlustserien leicht vorstellbar.

Dieses Problem wird nun noch verstärkt, wenn Sie gehebelt handeln, zum Beispiel beim Forex Handel oder mit Futures. Dabei können Sie mit einem einzigen Fehltrade Ihr gesamtes Konto vernichten, wenn Sie die Positionsgröße zu groß gewählt haben.

Der maximale Drawdown

Welche Werte müssen Sie im Auge behalten, um diese Gefahr zu umgehen? Risk Management und Money Management haben eine psychologische und eine mathematische Seite. Schauen wir un

s zunächst die mathematische Seite an: Vom aktuellen Kontostand bzw. ausgehend vom letzten Kontohöchststand, welchen Drawdown, also welchen Kontotiefstand bezogen auf die genannten Ausgangspunkte, sind Sie bereit zu akzeptieren? Die Frage stellt sich sowohl pro Trade als auch für eine Verlustserie. Aus der Gewinnwahrscheinlichkeit Ihres Handelssystems können Sie ermitteln, wie wahrsch

 

einlich eine Serie von Verlusttrades ist. Ein Verlust von 5 % pro Trade klingt vielleicht erst mal nicht so dramatisch, aber wenn Sie wissen, dass Ihr System in

 

ungünstigen Marktphasen öfter mal eine Verlustserie von fünf bis sechs Fehltrades produzieren kann, sehen die Dinge schon wieder anders aus. Welchen Drawdown Sie tolerieren können, hängt von Ihrer persönlichen Risikoneigung, aber auch von Ihrem Zeithorizont ab. Beim Intraday-Trading würde man höchstens 1 % des Tradingkapitals, im Zweifel aber eher noch deutlich weniger, riskieren wollen. Beim Swing Trading kann man das Risiko schon eher auf 2-5 % erhöhen. Risk Management ist also vom Handelssystem, vom Zeitrahmen, vom Hebel und den gewählten Märkten abhängig.

 

 

Der psychologische Risikofaktor

Wenn sie sich im Forex Handel für Swing Trading entscheiden, ein vernünftiges Money Management schützt Sie auch vor psychologischen Fallstricken. Wer in einer ungünstigen Marktphase eine längere Verlustserie hinnehmen musste, gerät leicht in Panik und will die Verluste auf Biegen und Brechen wieder hereinholen. Dabei erhöht man möglicherweise auch noch das Risiko, um mit einem einzigen Erfolgstrade alle Verluste auf einmal wieder hereinzuholen. Genau das geht natürlich oft ganz und gar schief. Klare Regeln fürs Risk Management können so etwas verhindern.

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