Trading von der Seitenlinie

4 Tipps wie es möglich ist ohne zu Traden im Handel Geld zu verdienen?

Hallo, ich bin Frank, seit über 8 Jahren aktiv als Trader an den Märkten. Ist es wirklich möglich ohne zu handeln an den Finanzmärkten Geld zu verdienen?

In diesem Artikel diskutiere ich die Thematik mit Geduld an den Märkten Geld zu verdienen. Der Artikeln beschreibt an einem Zitat von Jesse Livermore, dass an den Finanzmärkten weniger in der Regel mehr ist. Zugegeben, der Titel ist überspitzt dargestellt, dennoch verbirgt sich so einiges Wahres dahinter.

 

Wie gewohnt, gibt es am Ende des Textes eine kleine kostenlose Überraschung für Dich.

“Money is made by sitting, not trading.” – Jesse Livermore

Einfach ausgedrückt sagt Jesse Livermore, dass Du einen Plan benötigst, der genau beschreibt wann Du handelst und wann Du eben sitzt und wartest. Verdienen wirst Du demzufolge dann, wenn Du in Deinen geplanten Trades bist oder eben an der Seite stehst und beobachtest, wenn keine Setups vorhanden sind.

Ein wichtiger Merksatz, bevor wir das Statement detailliert betrachten: Nicht zu verlieren ist der erste Schritt, um zu gewinnen.

Tipp 1 – Vermeide Overtrading so gut es geht

Schauen wir etwas tiefer in die Problematik des Zitats: Jesse Livermore spricht mit diesem Zitat das Overtrading an, eine Grundproblematik vieler Trader. Ich bin mir ziemlich sicher, dass auch Du (sofern Du bereits handelst) schon mit dem Phänomen in Berührung gekommen bist.

Kurz beschrieben sind das Situationen, in denen die Emotionalität das Ruder des Handelns übernimmt, oftmals mit fatalen Folgen für Dein Konto. Das geschieht meist, wenn sich gefühlt der ganze Markt gegen Dich verschworen hat und was Du auch tust, im Verlust endet.

Zugegeben, wer verliert schon gerne? Ich nicht und Du sicherlich auch nicht und schon ist man am Start einer teuflischen Spirale angekommen. Das verlorene Kapital muss um jeden Preis zurückgewonnen werden. Der aufkommende innerliche Stress sorgt dafür, dass Du in vielen Fällen Deinen Plan ignorierst und damit die rationale vernünftige Ebene verlässt. Von nun an steuern die Emotionen Deine Handelsentscheidungen. Der teuflische Start des Overtrading ist gekommen.

Jessie Livermore selbst hat diese Erfahrungen gemacht. Er hat in seiner Karriere als Trader mehrfach Millionen gewonnen, aber auch wieder verloren. Betrachtet man seine Vita, bekommt sein Zitat enormes Gewicht, denn es spricht die Sprache seiner Erfahrung. Leider waren am Ende seine Depressionen stärker als er selbst, so dass er den Glaube an seine Stärke verlor und sich das Leben nahm, obwohl noch reichlich Millionen vorhanden waren.

Tipp 2 – Handle immer mit Plan und vor allem risikobewusst

Dennoch, was kannst Du aus diesem Zitat lernen? Zu sitzen heißt zu warten, geduldig zu sein bis die Chance da ist. In diesem Moment, wenn die Chance am Markt gegeben ist musst Du bereit sein, den Trade mit Selbstbewusstsein nach Plan ausführen, um dann wieder zu warten. Zu warten, ob die Chance im Profit oder Verlust endet. Das heißt auch, dass Du eben nicht handelst, wenn die Chance nicht da ist und wenn der Markt noch so schöne Bewegungen macht. Denke immer daran, dass Du Entscheidungen im Hier und Jetzt treffen musst, während die schönen Bewegungen erst dann zu erkennen sind, wenn sie bereits gelaufen sind. Genau das ist der größte Nachteil, den Du durch Deinen Plan vermeiden musst, den Bewegungen hinter herzuspringen, um in der Korrektur rückwärts überfahren zu werden.

Tipp 3 – Verinnerliche, dass Gewinne und Verluste an den Finanzmärkten normal sind

Doch was dann? Egal ob Gewinn oder Verlust, Dein Tradingplan sollte für beide Fälle eine rationale Vorgehensweise vorsehen. Versuche die emotionalen Wellen in beiden Fällen durch beschriebene, rationale wenn dann Szenarien zu glätten, d.h. hebe nicht ab, wenn Du gewinnst,versinke nicht in Wut, Ärger oder Rachegefühlen, wenn Du verlierst. Beides ist an den Märkten so normal wie Tag und Nacht.

Deine Aktivitäten im Markt sind dadurch tatsächlich auf ein Minimum begrenzt. Im Endeffekt beschränkt sich die reine Handelstätigkeit auf lediglich drei Clicks mit der linken Maustaste. Die Orderausführung, das Nachziehen der Stopps und das Aufstocken oder Teilschließen der Position. Der Rest ist Sitzen und Warten. Genial oder?

Ja, wenn da die Langeweile wäre! Nichts schlimmeres kann Dir als Händler passieren, als vor den Charts zu sitzen und nichts tun zu können. Diese Situation musst Du versuchen zu vermeiden, auch wenn Du noch so gerne mit den Charts spielst. Deshalb überlege Dir, ob Du nicht evtl. eine Freizeitbeschäftigung mit in Deinen Tradingplan aufnimmst, damit Du überhaupt nicht erst in Versuchung kommst, aus der Langeweile heraus Entscheidungen zu treffen, die Du später bitter bereust wirst.

Lass mir Dir noch einen kleinen Tipp mit auf den Weg geben. Kontrolliere Dich selbst und führe Buch über Dein Tradingverhalten.

Tipp 4 – Erstelle Deine persönliche Controlling Abteilung

Banken und Institutionen haben ganze Teams dafür, die nichts anderes machen als die Handelspläne und Ausführungen zu kontrollieren. Da Du einen Plan hast, hast Du zwei Möglichkeiten:

  1. Du bittest einen guten Freund oder ein Familienmitglied um Hilfe, Deine Handelsaktivitäten zu kontrollieren.
  2. Du erstellst Dir eine Checkliste, und kontrollierst Dich am Ende des Handelstages bzw. der Handelswoche selbst.

Welche der beiden Optionen für Dich die bessere ist, musst Du selbst entscheiden. Wichtig ist dabei nur, dass Du durch sitzen und nicht durch (emotionale) Handelsaktivitäten am Markt Geld verdienst anstatt zu verlieren.
Wenn Du gerne ein Beispiel einer solchen Controllingliste möchtest, trage einfach Deine Email Adresse ein und Du bekommst eine Trader Controlling Vorlage zum Download bereitgestellt.

Um nun die Eingangsfrage zu beantworten: So ganz ohne Handel und nur im Sitzen geht es wohl nicht, aber die meiste Zeit muss der Trader geduldig auf Chancen und Ergebnisse warten ohne in den Plan einzugreifen.

 

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